Lose kaufen,
Wissen teilen,
anders machen,
Ausprobieren!

Ob in unseren Workshops oder in unserem Unverpackt-Ort: Austausch und gemeinsame Zeit sind uns wichtig. Wir werden einen Ort bieten, an dem Menschen ins Gespräch kommen, ohne etwas kaufen oder tun zu müssen.

ADRESSE
  • Rheinische Str. 24,
    44137 Dortmund
ERÖFFNUNG
  • 09. September 2919
ÖFFNUNGSZEITEN
Mo. Di. Do. Fr. von 10:30-19:30
Mittwoch ist geschlossen
Samstag von 10:30 – 14:30a

Los ging’s – fast schon klassisch – in einer WG-Küche.

Auf den Tisch kamen neben Tee und Wein auch Möglichkeiten müllfrei zu leben, 2nd Hand Klamotten und die globalen Lücken zwischen arm und reich.

Denn zusammengeführt hat uns sieben eine Reihe von Problematiken: Die Verschmutzung der Meere, die unfairen Arbeitsbedingungen unter denen Menschen andernorts für uns produzieren, die unsinnige Verschwendung von Lebensmitteln; kurz gesagt: die verrückten Aspekte unseres Konsumverhaltens.

Zusammengehalten hat uns die Überzeugung, dass auch kleine Lösungsansätze wertvoll sind, um diese riesigen Themen anzugehen und Alternativen zu schaffen.

Die Überlegungen wie wir einen Beitrag leisten könnten, um ein enkelfreundliches, gerechteres Alltagsleben zu fördern waren zahlreich:

  • einen Umsonst-Laden gründen, um die bereits vorhandenen Dinge in Umlauf zu bringen und so überflüssiger Reproduktion entgegen zu wirken
  • einen Unverpackt-Laden eröffnen, der ein müllfreieres Leben ermöglicht
  • einen Verein ins Leben rufen, der uns die diversen Problematiken unseres Konsumverhaltens näher bringt und Alternativen aufzeigt
  • Lebensmittel retten, die es aufgrund von falscher Form oder irreführenden Mindesthaltbarkeitsdaten nicht mehr auf den Teller schaffen

Vielleicht lag es am Tee: wir beschlossen alle dieser Dinge umzusetzen.
So entstand der Unverpackt-Ort “Frau Lose”.

Im November 2018 gaben wir unseren ersten DIY-Wokshop. Die Rückmeldungen waren überwältigend: alt und jung inspirierte uns mit neuen Ideen, boten uns Unterstützung an und wünschten uns Erfolg bei der Umsetzung.

Die Umsetzung also: wöchentliche Plena, um die Idee auszufeilen, sich über rechtliche Grundlagen zu informieren, betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse zu erlangen. Die Terminfindung war neben Beruf, Mutter-Dasein und anderen Verpflichtungen zunächst etwas holprig. Die Diskussionen hingegen umso leidenschaftlicher. Wie vermeiden wir die Reproduktion unfairer Handelsbeziehungen? Welche Werte sind uns besonders wichtig? Wo wollen wir den Unverpackt-Ort eröffnen?

Im Dezember stand zum ersten Mal ein Ladenlokal zur Diskussion. Doch halt: noch war der Finanzplan nicht fertig, die Produktauswahl noch nicht abgeschlossen, kein Geld vorhanden.

Im Januar starteten wir also richtig durch: wir arbeiteten „Vollzeit“ an Frau Lose. Im Februar ein harter Rückschlag: das Gründerstipendium wurde uns nicht bewilligt. Wir balancierten weiter zwischen der Notwendigkeit des Geldes und der benötigten Zeit für Frau Lose.

Um die Erstfinanzierung für den Unverpackt-Ort zu sichern bereiteten wir über drei Monate eine Crowdfunding- Kampagne vor und wurden reich belohnt: 516 Menschen spendeten für Frau Lose. Wir hatten das Geld, um ein Ladenlokal anzumieten und die ersten Waren zu bestellen. Was für eine Unterstützung!

Hier könnt ihr nochmal unser Crowdfunding-Video ansehen:

Nach langem hin und her hatten wir uns auch tatsächlich auf einen Ort geeinigt (manchmal gar nicht so einfach mit sieben Leuten). Die Produktauswahl stand soweit fest, das Logo war so gut wie fertig. Zwei Tage vor Unterzeichnung des Mietvertrags dann wieder ein Schlag in die Magengrube: der Vermieter hätte sich nun doch anderweitig entschieden.

Wir verwandelten Frust und Enttäuschung in trotzige Power und hatten Glück: das Ladenlokal, welches im Dezember bereits im Gespräch war, war wieder zu haben! Zwei Wochen später unterschrieben wir den Mietvertrag für unser jetziges Zuhause: die Rheinische Straße 24.

Die Ausgaben fingen also an zu fließen, die Aufgaben nahmen rapide zu. Nun musste alles so schnell wie möglich gehen.

Im August schliefen wir alle nicht viel. Täglich erschienen zahlreiche Helfer*innen im Laden, um zu streichen, zu putzen, zum Baumarkt zu fahren. Die Fußleisten wurden angeschraubt, während wir mit unseren Lieferant*innen telefonierten. Die Möbel gebaut, während wir Arbeitsverträge ausarbeiteten. An der Website gebastelt, während wir die Produktbeschilderung ausformulierten.

Nichts kam uns wie „fertig“ vor, als wir den 06.09. als Datum für unsere Pre-Opening Feier festlegten. Nichts sah wie „fertig“ aus, als wir am 06.09. um 08.00 Uhr unseren Unverpackt-Ort betraten. Doch acht Stunden später war es tatsächlich soweit: Frau Lose öffnete die Türen und wir feierten gemeinsam das bereits Geschaffte und die neuen Möglichkeiten.

Jetzt geht es wieder los: mit einem neuen Alltag, aber keiner neuen Routine: wir sind offen für Anregungen, freuen uns auf gemeinsame Zeit mit euch, den Austausch und das Ausprobieren.

In der “modernen” Welt gibt es viel Gelegenheit zu digtalem Kontakt. Von Angesicht zu Angesicht ins Gespräch zu kommen, wird dadurch nur selten erleichtert. Deshalb laden wir euch herzlich dazu ein, einfach einmal vorbei zu kommen. Schaut euch um, lest ein Buch, erzählt uns von euren Ideen (zum Beispiel zu alternativem Wirtschaften) oder noch besser: überrascht uns.

Wir freuen uns auf zeitlos-sein bei Frau Lose!

Frau Lose e.V. – unverpacktes Umdenken.

Weiter zu Frau Lose e.V.

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